Sichtschutz im Garten durch Hecken

Hecken können vielfältige Aufgaben übernehmen, so z. B. als Sichtschutz, Schallschutz, grüner Hintergrund für Beet- und Rabattenbepflanzung oder auch als Rückzugsgebiet für Kleintiere, Insekten und Vögel. Welches Ergebnis, auch in Kombination, erreicht werden soll, bestimmt die Auswahl der Heckengehölze. Vorteile von Heckenpflanzungen: sie fungieren als lebende Wände und sind gärtnerische Gestaltungselemente.

Hecken als reiner Sichtschutz

Oft geschieht es, dass man sich ungestört im Garten aufhalten möchte. Doch der neugierige Nachbar lässt keine Ruhe. Abhilfe schafft hier eine Heckenbepflanzung. Die ausgewählten Heckengehölze können immergrün oder Laub abwerfend sein. Sie sollten in der Auswahl zum Garten passen. Die Sträucher können auch nachträglich vor eine bestehende Einzäunung gesetzt werden. Dabei sollte ein entsprechender Abstand eingehalten werden. Alle gängigen Sträucher können ausgewählt werden. Doch bei der Auswahl sollten Wuchshöhe und die Schnelligkeit des Wachstums berücksichtigt werden.

Für die Pflanzung einer Sichtschutzhecke am Gartenzaun zum Nachbarn sollte sich vorher nach Pflanzabständen erkundigt werden, die das Nachbarschaftsgesetz vorschreibt. Diese festgelegten Pflanzabstände sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Auskunft hierüber erteilt das zuständige Ordnungsamt. Um späteren Ärger zu vermeiden, sollte auch der Nachbar über das Vorhaben informiert sein. Es kommt öfter vor, dass sich auch der Nachbar sich an den Arbeiten mit beteiligt.

Geeignete Heckengehölze für den Sichtschutz (kleine Auswahl)

  • Immergrün: Eibe, Thuja, Lebensbaum, Kirschlorbeer, Zungenschneeball
  • Laub abwerfend: Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche
  • Frei wachsend: Forsythia, Spiräen, Schneeball, Ranunkelstrauch, Sommerflieder u.v.m.

Beste Pflanzzeit für Heckengehölze ist das Frühjahr. Hier können die Sträucher am besten anwachsen.

Heckengehölze pflanzen

Je nach Auswahl der Heckengehölze sollte der empfohlene Pflanzabstand zur Grundstücksgrenze und zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden. Dieser kann zwischen 50 cm und 1,50 m liegen, Grenzabstände in manchen Bundesländern auch bis zu 2 m. Für die Einpflanzung entsprechend große Löcher ausheben, damit der Wurzelballen sich gut ausbreiten kann. Das Heckengehölz so einsetzen das es nicht tiefer als im Topf sitzt. Pflanzloch mit frischer Gartenerde auffüllen und anschließend den Strauch gut angießen. Beim späteren Gießen sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht um Fäulnis zu vermeiden. Gedüngt wird mit einem Volldünger, der die Bepflanzung mit ausreichend Nährstoffen versorgt.

Die meisten Heckengehölze lassen sich gut schneiden, dies sollte zweimal im Jahr erfolgen.